Ich kenne mich inzwischen. Ich setze mich hin, um „mal eben schnell etwas auszuprobieren", und drei Abende später steht da ein Ding, das auf keinem Plan stand. Diesmal ist es OtterSlide: ein kleiner Otter, der einen Fluss hinaufschwimmt, einem anderen Otter hinterher, den er ganz offensichtlich anhimmelt — und nie ganz einholt.
Spiel's einfach selbst — kostenlos im Browser, ohne Anmeldung (Pfeiltasten oder links/rechts tippen):
Es fing als Fingerübung an
Eigentlich wollte ich nur Flutter mit der Spiel-Engine Flame ausprobieren. Kein Plattformer, kein Flappy-Klon — sondern etwas, das von einem Charakter lebt. Ein Otter, der Emotionen zeigt, mit einem Stein spielt, sich verrenkt, wenn er gegen einen Biberdamm knallt. Die Idee: Nicht der Highscore ist das Spiel, sondern die kleine Geschichte dahinter — der Otter, der nie aufgibt.
KI in der Content-Erstellung ist gerade absurd
Was mich an diesem Projekt mehr beeindruckt hat als das Spiel selbst: wie weit die KI inzwischen bei allem drumherum ist. Die Otter-Grafik, die Share-Bilder, die Store-Assets, ein wortloses Story-Konzept für ein kurzes Video — Dinge, für die man früher Tage und eine Handvoll Tools gebraucht hätte, entstehen heute in Minuten.
Das Wilde ist nicht, dass KI das kann. Das Wilde ist, wie sehr sie die Distanz zwischen „Idee" und „Ding, das ich anschauen kann" zusammenfaltet. Man denkt etwas — und kann es kurz darauf bewerten, statt es sich vorzustellen.
Der Haken: KI ist großartig in den ersten 80 %. Die letzten 20 % — Geschmack, Konsistenz, das ehrliche „fühlt sich das wirklich richtig an?" — bleiben deine Arbeit. Und genau die machen den Unterschied.
Der eigentlich schwere Teil: dass es Spaß macht
Der Code war nicht das Problem. Das Schwere war das Spielgefühl — also die Schwierigkeit. Und die ist ein schmaler Grat:
- Zu leicht → langweilig, man hört nach 20 Sekunden auf.
- Zu schwer oder unfair → man bricht frustriert zu früh ab.
- Genau richtig → dieses „verdammt, ich war so nah dran — noch einmal".
Genau dieses „so nah dran" ist das ganze Ziel. Und es war erstaunlich schwer zu treffen. Mein erster Versuch hatte die Strömung als etwas gebaut, in das man sich „hineinsetzt" — vorhersehbar, langweilig. Der Fix kam aus dem alten Flappy-Bird-Trick: eine konstante Kraft, gegen die man kämpft (die Strömung wirkt wie Schwerkraft), kurze, gezielte Stöße, Schwung, Beinahe-Treffer.
Eine Regel war dabei nicht verhandelbar: Der Tod darf sich nie zufällig anfühlen. Die Strömung ist immer sichtbar — du siehst, wohin sie zieht. Wenn du verlierst, lag es an dir, nicht am Zufall. Das ist der Unterschied zwischen „nochmal" und „weg hier".
Probier's einfach
OtterSlide ist kostenlos, läuft im Browser und braucht keine Anmeldung: otterslide.app.
Es ist nicht fertig — Spiele sind das nie. Aber es macht Spaß, und genau das war der ganze Punkt. Mal sehen, wie weit du den kleinen Otter bringst. 🦦



