— Thema
Bücher
Bücher als Werkzeug gelesen, nicht als Zusammenfassung nacherzählt: was trägt, was nicht, und wo es im Arbeitsalltag greift.
13 Artikel
Du bist kein Fakt in deinem Leben
Wittgensteins Tractatus endet mit der Anweisung, ihn wegzuwerfen. Vorher zerlegt er die Frage, die jeder falsch stellt: nicht wie viel du weißt, sondern auf welcher Seite die Antwort überhaupt liegen könnte. Und die Faktenseite ist es nicht. Mit drei gezeichneten Szenen zum Scrollen.
Kauf die Bücher, die du nie lesen wirst
Ein ungelesenes Buch ist keine gescheiterte Lektüre. Es ist eine gekaufte Option auf eine Frage, die du noch nicht hast. Warum das Regal etwas kann, was kein Ordner, kein Store und kein Chatfenster kann. Mit zwei gezeichneten Szenen zum Scrollen.
The Smartest Guys in the Room: warum die Klügsten im Raum immer die Letzten sind, die es merken
Enron starb nicht an Betrug. Es starb an einer Firma, die es sich abgewöhnt hatte, ein Nein zu hören. Eine Lese-Notiz über Jeff Skilling als Achilles. Und über die Frage, was das mit Nvidias 42 Milliarden und dem Memo zu tun hat, das niemand schreiben will.
The Sense of Beauty — Schönheit ist objektivierte Lust (und warum dein Feed das weiß)
George Santayana hat 1896 die unbequemste Definition von Schönheit geschrieben: Sie steckt nicht im Ding, sie ist deine Lust — die du dem Ding andichtest. Eine Lese-Notiz von jemandem, der genau das beruflich baut. Mit interaktivem Test.
Das Bildnis des Dorian Gray — und die Frage, ob ein Buch unmoralisch sein kann
Wildes einziger Roman streitet mit sich selbst: »Es gibt keine unmoralischen Bücher« — und bestraft seinen Helden trotzdem. Eine Lese-Notiz über Schönheit ohne Gewissen, von jemandem, der beruflich Oberflächen baut, die nicht altern.
Wenn es zu gut läuft — Gedanken zu Morgan Housels Psychologie des Geldes
Nicht das Buch ist das Thema, sondern eine Frage: Warum fallen die am härtesten, die es geschafft hatten? Über Wohlstand, der sich selbst auffrisst — vom einzelnen Spekulanten über Familienunternehmen bis zu Fukuyamas „Ende der Geschichte“.
1984 von George Orwell — was der Klassiker heute über Technik sagt
Wieder gelesen, mit Tech-Brille. Warum „1984“ weniger eine Prognose als ein Werkzeug ist — und wo die Parallelen zu heute tragen und wo sie hinken.
The Algorithm von Jon McNeill — Teslas Hypergrowth-Formel, übersetzt für den Mittelstand
Ein Ex-Tesla-President destilliert Musks 5-Schritte-Algorithmus. Spannend — aber was davon trägt wirklich in einer normalen Firma, ohne Musk-Budget und -Risiko?
Hybris von Krause & Trappe — wie alte DNA die Geschichte von Herkunft und Hochmut umschreibt
Ein Archäogenetiker erzählt die Menschheitsgeschichte aus alten Knochen: ständige Migration, ständige Vermischung — und eine nüchterne Warnung vor dem „Homo hybris“.
Zeit der Zauberer von Wolfram Eilenberger — vier Denker, ein Jahrzehnt, und die Grenzen der Sprache
Eilenberger erzählt das Jahrzehnt 1919–1929 entlang von Wittgenstein, Benjamin, Cassirer und Heidegger. Warum mich vor allem Wittgensteins Satz über die Sprache nicht loslässt.
Zur Genealogie der Moral von Nietzsche — woher unsere „selbstverständlichen“ Werte kommen
Nietzsches Streitschrift über die Herkunft von Gut und Böse, Schuld und schlechtem Gewissen. Ein unbequemes, oft missbrauchtes Buch — und warum seine Methode trotzdem zählt.
Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse — die schönste Warnung vor dem Elfenbeinturm
Hesses letztes großes Werk über ein perfektes geistiges Spiel — und warum sein Held es am Ende verlässt. Eine Lese-Notiz für alle, die elegante Systeme bauen.
Schöne neue Welt — und das Unbehagen, dass Mustapha Mond recht behält
Huxleys Dystopie ist keine Drohung mit dem Stiefel, sondern mit dem Komfort. Eine Lese-Notiz von jemandem, der beruflich Reibung wegoptimiert — und merkt, dass er auf der falschen Seite des Buches steht.